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Teil von Wie plane ich regionale Werbung, ohne nicht bediente Gebiete zu bezahlen?

Nach welchen Merkmalen grenze ich ein Werbegebiet sauber ab?

Werbegebiet abgrenzen: Postleitzahlen, Zustellgebiete oder Ortsteile, dazu Kaufkraft, Alter, Gebäudetyp. So prüfen Sie Kriterien und Überschneidungen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Deutsche Post lässt Zielgebiete nach Postleitzahlen, Zustellgebieten oder Ortsteilen auswählen.
  • Diese drei Optionen sind innerhalb einer Kampagne nicht kombinierbar.
  • Zusatzkriterien wie Kaufkraft, Alter, Geschlecht, Gebäudetyp und Gartengröße verfeinern das Gebiet.
  • Prüfen Sie jede Grenze auf Überschneidung mit Nachbargebieten und auf Erreichbarkeit durch Ihren eigenen Service.
Litfaßsäule hinter einem Metallgitterzaun in Berlin-Wedding
Symbolfoto: Eine Litfaßsäule in der Müllerstraße in Berlin-Wedding markiert einen typischen Standort für Außenwerbung. Foto: Singlespeedfahrer, CC0. Originalbild und Lizenzhinweise.

Drei Auswahlwege, aber nur einer pro Kampagne

Die Deutsche Post beschreibt in ihrer Planungshilfe drei Wege: Postleitzahlen, Zustellgebiete oder Ortsteile. Eine Kombination dieser Optionen innerhalb einer Kampagne ist nicht möglich, wie der Anbieter ausdrücklich festhält: Die Gebietsgrenzen sind also nicht additiv. Wer eine PLZ-Liste und zusätzlich Ortsteile markiert, erhält keine saubere Schnittmenge.

Wer bereits eine eigene Liste hat, kann sie nach der Registrierung hochladen. Der Anbieter nennt Postleitzahlengebiete und Google Shapes. Damit lassen sich bestehende Vertriebsgrenzen abbilden, ohne sie neu zu zeichnen. Wichtig ist, dass dies die Gebietslogik ersetzt, nicht ergänzt.

In der Praxis empfiehlt sich deshalb ein Hauptkriterium pro Auftrag. Die anderen Merkmale kommen als Zusatzkriterien hinzu, sofern sie laut Planungshilfe vorgesehen sind.

Zusatzkriterien für die inhaltliche Schärfung

Nach der Gebietswahl lassen sich laut Anbieter weitere Merkmale setzen. Genannt werden Kaufkraft sowie Alter, Geschlecht, Gebäudetyp und Gartengröße. Diese Kriterien greifen unterschiedlich tief in die Auswahl ein.

Alter und Geschlecht werden nach Angaben des Anbieters anhand von Bewohnerdaten pro Gebäude ermittelt. Gebäude, deren Bewohner nicht zum gewählten Alters- oder Geschlechtscluster gehören, erhalten keine Print-Mailings. Das Kriterium wirkt also nicht auf einzelne Personen, sondern auf ganze Gebäude. Bei kleineren Häusern entstehen dadurch gröbere Muster. Wer sehr feine Altersgruppen anspricht, sollte die erwartete Menge prüfen.

Kaufkraft und Gebäudetyp eignen sich eher als Zusatzkriterium. Sie beschreiben ein Gebiet, nicht eine einzelne Zielperson. Kombinieren Sie sie sparsam, damit die Sendungsmenge nicht unter das geplante Budgetvolumen fällt.

Checkliste: Gebietsmerkmale prüfen

Merkmal Als Hauptkriterium geeignet Nur als Zusatzkriterium Nicht verfügbar
Postleitzahl ja
Ortsteil ja
Zustellbezirk ja
Kaufkraft ja
Alter und Geschlecht ja
Gebäudetyp und Gartengröße ja
IVW-geprüfte Auflage ja

Für die letzte Zeile gilt eine Einschränkung. Eine Auflagenkontrolle belegt die geprüfte Verbreitung eines Titels, nicht das tatsächlich bediente Vertriebsgebiet. Die IVW weist für das vierte Quartal 2025 insgesamt 314 Tages- und 16 Wochenzeitungen aus, die der Auflagenkontrolle unterlagen. Solche Zahlen taugen als Plausibilitätsprüfung, nicht als Gebietsgrenze.

Zwei weitere Spalten gehören in jede Vorbereitung: Erreichbarkeit durch den eigenen Liefer- oder Servicedienst und Überschneidung mit Nachbargebieten. Ein Randstreifen, den kein Fahrer anfährt, verschwindet sonst erst nach der Buchung.

Überschneidungen und Ausschlüsse vorab klären

Die wichtigste Regel lautet: Wenn ein Gebiet über zwei Merkmale gleichzeitig definiert wird, entsteht ein Widerspruch zur Auswahllogik. Ausschlüsse müssen daher ausdrücklich notiert werden.

Ein prüfbares Beispiel: Sie bedienen die Postleitzahlen 50667 und 50668, nicht aber 50670. Dann ist 50670 ein Ausschluss, der beim Upload Ihrer Liste oder beim Setzen der Karte sichtbar bleiben muss. Sonst wächst die Sendungsmenge unbemerkt.

Nutzen Sie dafür drei Zeilen vor dem Ausfüllen des Auftragsformulars:

  • gewählte Karte oder Liste
  • gewähltes Hauptkriterium
  • ausgeschlossene Kombination

Diese Notiz ist kein Bestandteil des Buchungsformulars, sondern eine eigene Prüfhilfe. Sie verhindert, dass beim Nachtragen von Kriterien ein Gebiet wieder hineinrutscht.

Häufige Fragen

Kann ich Postleitzahlen und Ortsteile in einer Kampagne mischen? Laut Planungshilfe der Deutschen Post nicht. Die Optionen sind innerhalb einer Kampagne nicht kombinierbar.

Kann ich vorhandene Gebietslisten hochladen? Ja, nach der Registrierung lassen sich Listen mit Postleitzahlengebieten oder Google Shapes hochladen.

Warum erhalte ich bei Alterskriterien manchmal kein Mailing an ein passendes Haus? Weil die Zuordnung auf Gebäudeebene erfolgt. Nur Gebäude, deren Bewohnerdaten dem gewählten Cluster entsprechen, werden beliefert.

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