Werbekanäle
Teil von Hauswurfsendungen nach Postaktuell planen und kontrollieren
Verteilmenge aus Postaktuell-Preisen und Haushaltszahlen berechnen
Verteilmenge berechnen: Haushaltszahlen, Gewichtsstufe, Kern- oder Randgebiet, Zuschläge und Mindestauftragswert von 300 Euro Schritt für Schritt kalkulieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Verteilmenge ergibt sich aus der Haushaltszahl des gewählten Gebiets, nicht aus Ihrer Druckauflage.
- Kern- und Randgebiet haben unterschiedliche Preise je 1.000 Sendungen.
- Beispielrechnung 12.000 Stück Kerngebiet, Tagespost, ab 41 g, mit Zuschlägen: 1.716 Euro netto.
- Bei einem Auftragswert unter 300 Euro ist eine Aufzahlung möglich.
Schritt 1: Zielgebiet und Haushaltszahl festlegen
Die Planung beginnt mit der Auswahl des Verteilgebiets. Möglich sind Postleitzahl, Ortsteil oder einzelner Zustellbezirk. Der Postaktuell Manager bietet diese Selektion für Windows und macOS, alternativ nutzen Sie den Online-Service der Deutschen Post (Postaktuell Manager mit Zielgebietsselektion).
Danach lesen Sie die Haushaltszahl des Gebiets ab. Diese Zahl wird zum Monatsanfang aktualisiert und in bereits erstellte Aufträge übernommen. Sie ist deshalb nur eine Momentaufnahme, die sich bis zur Einlieferung noch ändern kann.
Planen Sie bewusst mit dieser Zahl statt mit Ihrer Druckmenge. Bleiben Sie unter der Haushaltszahl, deckt die Verteilung nicht das komplette Gebiet ab. Drucken Sie mehr, bleibt ein Rest übrig, den Sie nicht einliefern können.
Schritt 2: Kerngebiet oder Randgebiet zuordnen
Der Preis je 1.000 Sendungen hängt zuerst vom Gebietstyp ab. Als Kerngebiet gelten Postleitzahlbereiche in 17 Gebieten Deutschlands mit hohem bewerbbarem Potenzial. Als Randgebiet gelten alle restlichen Postleitzahlbereiche Deutschlands (Kerngebiete und Randgebiete des Postaktuell Managers).
Welcher Typ auf Ihr Gebiet zutrifft, zeigt Ihnen das Webtool oder der Postaktuell Manager. Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Bauchgefühl, weil die Zuordnung den Stückpreis erheblich verschiebt.
Beispiel: Bis 20 g kostet Postaktuell an Haushalte mit Tagespost im Kerngebiet 76,00 Euro je 1.000 Stück, im Randgebiet 100,00 Euro. Bei 12.000 Sendungen sind das 912 Euro gegenüber 1.200 Euro netto.
Schritt 3: Variante und Gewichtsstufe bestimmen
Zweitens entscheidet die Variante: an alle Haushalte oder an Haushalte mit Tagespost. Drittens zählt das Gewicht. Die Preistabelle ist nach Gramm abgestuft, Bruchteile beim Gewicht werden auf ganze Gramm aufgerundet. Die Preise gelten netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand 01.01.2026, je 1.000 Stück (Preistabelle Postaktuell 2026).
Wiegen Sie ein Musterexemplar, nicht den Entwurf am Bildschirm. Papier, Beilagen und Klebebindung verändern das Gewicht. Ein Flyer mit 31 bis 40 g aufgerundetem Gewicht fällt in die günstigere Stufe ab 31 g.
Ab 251 g nennt die Preistabelle nur noch "auf Anfrage". Für schwere Sendungen von 251 g bis 1.000 g erhalten Sie deshalb keinen Listenpreis, sondern müssen beim Geschäftskundenservice anfragen.
Schritt 4: Zuschläge addieren
Auf den Grundpreis kommen zwei Zuschläge, jeweils je 1.000 Sendungen:
| Position | Satz | Rechenweg bei 12.000 Stück |
|---|---|---|
| Grundpreis Tagespost, Kern, ab 41 g | 128,00 € | 12 × 128,00 € = 1.536,00 € |
| Zustellbezirksselektion | + 10,00 € | 12 × 10,00 € = 120,00 € |
| Saisonzuschlag 01.09. bis 31.12. | + 5,00 € | 12 × 5,00 € = 60,00 € |
| Summe netto | 1.716,00 € |
Die Zustellbezirksselektion kostet 10,00 Euro je 1.000 Sendungen, der Saisonzuschlag 5,00 Euro je 1.000 Sendungen (Zuschläge laut Preisliste). Beide Zuschläge werden nicht rabattiert und fallen auch für aufgezahlte Sendungen an.
Der Saisonzuschlag gilt vom 1. September bis 31. Dezember. Planen Sie einen Versand im Oktober, rechnen Sie ihn ein. Bei Einlieferung im Juli entfällt er.
Schritt 5: Mindestauftragswert prüfen
Der Mindestauftragswert beträgt 300,00 Euro pro Auftrag. Liegt Ihr Gesamtbetrag darunter, können Sie die Sendungen einliefern, wenn Sie die Differenz bis 300,00 Euro aufzahlen (Aufzahlung beim Mindestauftragswert).
Prüfen Sie diese Schwelle vor der Druckfreigabe. Denn eine kleine Auflage kann selbst mit Zuschlägen unter 300 Euro bleiben. Die Aufzahlung kostet dann Geld für eine Verteilung, die Sie nicht erhalten.
Die Beispielrechnung oben liegt mit 1.716 Euro deutlich über der Schwelle. Rechnerisch wäre die Aufzahlung erst relevant, wenn das Gebiet deutlich weniger Haushalte umfasst. Sinkt die Haushaltszahl jedoch stark, kann der Gesamtbetrag in die Nähe dieser Schwelle rutschen.
Schritt 6: Rechenweg als Prüfliste
Diese Reihenfolge hat sich bewährt:
- Verteilgebiet selektieren und Haushaltszahl ablesen.
- Kern- oder Randgebiet im Webtool prüfen.
- Variante und Gewicht festlegen, Gewicht aufrunden.
- Grundpreis pro 1.000 mit (Haushaltszahl / 1.000) multiplizieren.
- Zuschläge addieren und Mindestauftragswert vergleichen.
Notieren Sie zu jeder Zeile Datum und Quelle, damit Sie die Werte später nachvollziehen können. Die Haushaltszahl und die Preise sind datierte Angaben. Wenn Sie vier Wochen später einliefern, kann die Zahl bereits aktualisiert sein.
Häufige Fragen
Woher bekomme ich die Haushaltszahl für mein Gebiet? Aus dem Postaktuell Manager oder dem Online-Service, nachdem Sie Postleitzahl, Ortsteil oder Zustellbezirk ausgewählt haben. Die Zahl wird zum Monatsanfang aktualisiert.
Was passiert, wenn mein Auftrag unter 300 Euro liegt? Sie können die Differenz bis 300,00 Euro aufzahlen und die Sendungen trotzdem einliefern. Die Zuschläge bleiben auch bei aufgezahlten Sendungen fällig.
Warum ist meine Kalkulation nach der Einlieferung anders als geplant? Die Preistabelle gilt je 1.000 Stück, die Haushaltszahl kann sich monatlich ändern. Rechnen Sie deshalb mit einer Schwankung statt mit einer festen Stückzahl.