Werbekanäle
Teil von Mediaplanung kleines Budget: So bauen Sie einen Plan aus echten Mediadaten
Welche fünf Posten gehören in die Verteilung eines kleinen Werbebudgets?
Fünf Posten fürs kleine Werbebudget: Zielgruppe, Druck, Versandoption, Zuschläge und Steuern sowie Reserve, sauber getrennt, mit belegten Preisen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Trennen Sie Medienkosten und Zustellkosten, sonst verschwindet der größte Block in einer Sammelzeile.
- Rechnen Sie Sendungsgewicht und Zustelloption vor der Kreativentscheidung, nicht danach.
- Halten Sie Zuschläge, Umsatzsteuer und eine Reserve als eigene Zeilen fest.
1. Zielgruppe und Gebiet
Die Auswahl des Gebiets ist der erste Posten, weil sie die Sendungsmenge festlegt. Im Online-Service der Deutschen Post wählen Sie Postleitzahlen, Zustellgebiete oder Ortsteile; eine Kombination dieser Optionen innerhalb einer Kampagne ist nicht möglich. Wer beides braucht, plant zwei Kampagnen und zwei Budgetzeilen.
Das Tool zeigt Kosten und Empfängerzahlen zugleich. Für jede Zielgruppe erhalten Sie eine Preisindikation auf Basis des Postkartenformats A6. Diese Indikation beinhaltet auch die geschätzte Reichweite je nach gewählter Versandoption. Übernehmen Sie die Empfängerzahl als Planungsgröße und prüfen Sie später gegen die tatsächliche Einlieferungsmenge.
2. Druck und Produktion
Druck ist der Posten, der am häufigsten fehlt, weil viele ihn im Medienpreis vermuten. Beim Full-Service der Post sind Druck und Versand enthalten; bei eigener Produktion zahlen Sie separat. Legen Sie Papier, Format und Auflage als eigene Zeile an und versehen Sie sie mit dem Datum des Angebots.
Ein Kostenhebel sitzt im Gewicht. Die Staffel für "POSTAKTUELL an Haushalte mit Tagespost" reicht im Kerngebiet von 76 Euro je 1.000 Sendungen unter 20 Gramm bis 358 Euro je 1.000 Sendungen bei 241 Gramm. Bei "POSTAKTUELL an alle Haushalte" liegt dieselbe Stufe bei 446 Euro je 1.000 Sendungen. Wer die Grammzahl um zehn erhöht, wechselt die Preisstufe. Deshalb gehört das Endgewicht in die Ausschreibung, nicht nur das Format.
3. Zustelloption und Sendungsmenge
Die Versandoption entscheidet über Preis und Reichweite. Die günstigste Variante erreicht alle Haushalte, aber nicht exklusiv. Die teurere Variante erreicht jeden Haushalt ohne konkurrierende Tagespost im Briefkasten. Beide Zahlen stehen in derselben Preistabelle.
Rechnen Sie die Option gegen die Zielsetzung, nicht gegen den Bauch. Bei einem Budget von 2.000 Euro netto und Sendungen unter 20 Gramm im Kerngebiet ergeben sich mit Tagespost 2.000 geteilt durch 76 Euro rechnerisch rund 26.300 Sendungen, an alle Haushalte dagegen 2.000 geteilt durch 129 Euro rund 15.500 Sendungen. Das ist ein Beispiel mit selbst gesetzten Annahmen und ohne Zuschläge.
4. Zuschläge und Steuern
Zuschläge kommen zum Preis der jeweiligen Gewichtsstufe hinzu, sie ersetzen ihn nicht. Die Zustellbezirksselektion kostet 10,00 Euro je 1.000 Sendungen, der Saisonzuschlag vom 1. September bis 31. Dezember 5,00 Euro je 1.000 Sendungen. Beide Positionen gehören in getrennte Zeilen, damit die Selektion nicht als Preiserhöhung erscheint.
Alle genannten Beträge sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Rechnen Sie die Steuer in derselben Tabelle, sonst stimmt die Summe am Ende nicht mit dem Bankkonto überein. Der Stand der Liste ist der 1. Januar 2026.
5. Terminvorlauf und Frankierung
Frankierung ist ein Terminposten, kein Nebenthema. Seit dem 1. Januar 2026 gelten Frankierungen ohne Matrixcode, wie der verkürzte Frankiervermerk und die Frankierwelle, nicht mehr als reguläre Freimachungsarten für DIALOGPOST. Nutzen Sie eine dieser Frankierarten dennoch, wählen Sie im Online-Service die Option mit zusätzlichem Aufwand.
Dieselbe Seite nennt eine Preisanpassung für DIALOGPOST zum 1. Januar 2027. Planen Sie eine Kampagne über den Jahreswechsel, setzen Sie zwei Kostenannahmen und entscheiden nach Einlieferungsdatum. Der fünfte Posten ist die Reserve mit einem kurzen Annahmenprotokoll: Datum, Quelle und Restbetrag.
Fünf Posten als Prüftabelle
| Posten | Belegt durch | Feld im Plan |
|---|---|---|
| Zielgruppe und Gebiet | Preisindikation A6 | Empfängerzahl, Kosten |
| Druck und Produktion | separates Angebot | Auflage, Endgewicht |
| Zustelloption | Gewichtsstaffel | Sendungsmenge, Preis je 1.000 |
| Zuschläge und Steuern | Selektion, Saison, USt. | je 1.000 Sendungen |
| Termin und Reserve | Frankierungsregel, Stichtag | Einlieferungsdatum, Puffer |
Häufige Fragen
Was gehört nicht in die Medienkostenzeile? Porto, Zuschläge und Umsatzsteuer. Diese Positionen haben eigene Einheiten und werden sonst doppelt oder gar nicht gerechnet.
Muss ich Selektion und Saison immer einplanen? Nein. Beide Zuschläge fallen nur an, wenn Sie das Gebiet einschränken oder im Zeitraum 1. September bis 31. Dezember einliefern.
Wie hoch sollte die Reserve sein? Dafür gibt es keinen belegten Standardwert. Setzen Sie eine Summe, die Sie im Annahmenprotokoll begründen können, und prüfen Sie sie nach der Einlieferung.