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Welche Maße und Gewichte verlangt Postaktuell?

Postaktuell Maße und Gewicht: Länge 140 bis 353 mm, Breite 90 bis 250 mm, Höhe bis 30 mm, Höchstgewicht 250 g, Preisstufen, Gebiete und Zuschläge im Überblick.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zulässig sind Länge 140 bis 353 mm, Breite 90 bis 250 mm und Höhe bis 30 mm.
  • Das Höchstgewicht liegt bei 250 g pro Sendung, höhere Gewichte nur auf Anfrage.
  • Gewichtsbeschränkungen und Preisstufen sind zwei verschiedene Dinge.
Antike Briefwaage mit Messingplatte und Skala
Symbolfoto: Eine historische Briefwaage veranschaulicht das Wiegen von Postsendungen; die Gewichtsgrenzen für Postwurfsendungen sind davon unabhängig. Foto: Scales museum, CC BY-SA 3.0. Originalbild und Lizenzhinweise; Lizenztext.

Die drei Maßgrenzen

Postaktuell ist eine unadressierte Postwurfsendung. Die zulässigen Maße sind Länge 140 bis 353 mm, Breite 90 bis 250 mm und Höhe bis 30 mm. Alle drei Werte gelten gleichzeitig, nicht alternativ.

Wer ein Format plant, prüft jede Kante einzeln. Ein Flyer im Format DIN lang mit 210 mm mal 100 mm liegt sicher im Rahmen. Ein quadratisches Format mit 260 mm Kantenlänge fällt bei der Breite durch. Ein zu breites Format lässt sich nicht durch eine kleinere Länge ausgleichen.

Wichtig: Die Maße bestimmen nur, ob die Sendung als Postaktuell zugelassen ist. Ob sie maschinell verarbeitet werden kann, hängt zusätzlich von Beschaffenheit und Gestaltung ab.

Gewicht: 250 g als Obergrenze

Ein Höchstgewicht pro Sendung nennt die Deutsche Post ausdrücklich. Es liegt laut Versandhandling bei 250 g pro Sendung; höhere Werte sind nur auf Anfrage möglich.

Darunter staffelt die Post nach Gewichtsstufen. Die Preisliste beginnt bei bis 20 g und führt danach Stufen in Zehnerschritten (21 g, 31 g, 41 g und so weiter bis 241 g); für 251 bis 1.000 g steht "auf Anfrage". Die Stufen und Preise stehen in der Preisliste 2026. Gewichtsbeschränkung und Preisstufe sind also getrennt zu lesen: Ein 240-Gramm-Prospekt ist tariflich eingestuft, ein 300-Gramm-Prospekt braucht eine individuelle Klärung.

Für Bruchteile gilt eine Rundungsregel: Gewichte sind auf ganze Gramm aufzurunden. Ein Prospekt mit 20,4 g liegt damit in der Stufe ab 21 g.

Prüfpunkt Grenzwert Quelle
Länge 140 bis 353 mm Deutsche Post
Breite 90 bis 250 mm Deutsche Post
Höhe bis 30 mm Deutsche Post
Höchstgewicht 250 g, darüber auf Anfrage Versandhandling 2026

Warum das Gewicht den Preis steuert

Ein Rechenbeispiel mit den veröffentlichten Nettopreisen: Sendungen bis 20 g an alle Haushalte kosten im Kerngebiet 129,00 Euro je 1.000 Sendungen, im Randgebiet 170,00 Euro.

Bei 101 g an alle Haushalte sind es 258,00 Euro im Kerngebiet und 295,00 Euro im Randgebiet. Alle Preise gelten netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand 01.01.2026, und beziehen sich auf 1.000 Sendungen. Diese Stufe weist die Preisliste 2026 mit genau diesen Werten aus.

Kerngebiete sind Postleitzahlbereiche mit hohem bewerbbarem Potenzial, Randgebiete alle übrigen Bereiche mit mittlerem bis niedrigerem Potenzial. Hinzu kommen ein Zuschlag für Zustellbezirksselektion von 10,00 Euro und ein Saisonzuschlag von 5,00 Euro je 1.000 Sendungen.

Gewicht, Menge und Mindestauftragswert zusammen prüfen

Die Gewichtsstufe ist nicht der einzige Kalkulationsfaktor. Der Mindestauftragswert liegt bei 300,00 Euro pro Auftrag und gilt unabhängig von der Gewichtsstufe. Wird er unterschritten, kann der Auftrag durch eine Aufzahlung auf diesen Wert gebracht werden.

Die beiden Zustellvarianten unterscheiden sich in der Empfängermenge: "an Haushalte mit Tagespost" liefert an Haushalte, die am Zustelltag sonstige Post erhalten; "an alle Haushalte" beliefert alle Haushalte des gewählten Gebiets. In der Stufe bis 20 g im Kerngebiet kostet "an alle Haushalte" 53,00 Euro je 1.000 Sendungen mehr.

Ein Rechenbeispiel für die Mengenplanung: 5.000 Sendungen mit je 20 g, alle Haushalte, Kerngebiet, ohne Zuschläge ergeben 5 x 129,00 Euro, also 645,00 Euro netto. Diese Rechnung ist ein Beispiel, keine Preisauskunft für ein konkretes Gebiet.

Praktisch hilft eine Prüftabelle mit vier Spalten: Ist-Maß, Grenzwert, Gewichtsstufe, Gebietstyp. Wer zuerst die Maße prüft und danach das Gewicht, entdeckt Formatfehler vor der Kalkulation. Eine fünfte Spalte für Sendungszahl und Mindestauftragswert zeigt früh, ob eine kleine Auflage nur mit Aufzahlung lieferbar ist.

Wo die Grenzen der Unterlagen liegen

Die zulässigen Maße und das Höchstgewicht sind dokumentiert. Die Anforderungen an die Automationsfähigkeit ordnet die Broschüre Dialogpost, Postwurfspezial und Pressepost zu; für Postaktuell nennt sie keine eigenen Vorgaben. Die technischen Vorgaben für maschinenfähige Briefsendungen stehen im Leitfaden Automationsfähige Briefsendungen. Klären Sie vor der Produktion, ob Ihr Format maschinell verarbeitet werden kann.

Ebenso ist die Einlieferung in der Filiale begrenzt: maximal 5.000 Sendungen beziehungsweise 10 Bunde oder Kartons und insgesamt 100 kg, ohne Paletten. Wer größere Mengen plant, muss die Abgabe anders organisieren. Das Höchstgewicht je Gebinde liegt bei 10 kg.

Kurz gesagt: Maße und Gewicht lassen sich aus den veröffentlichten Produktangaben sicher prüfen. Die technische Verarbeitungsfähigkeit sollte vor dem Druck mit dem Geschäftskundenservice abgestimmt werden.

Häufige Fragen

Welche Maße gelten für Postaktuell? Länge 140 bis 353 mm, Breite 90 bis 250 mm und Höhe bis 30 mm. Alle drei Grenzen gelten gleichzeitig.

Wie schwer darf eine Postaktuell-Sendung sein? Höchstens 250 g pro Sendung. Höhere Gewichte sind nur auf Anfrage möglich. Preise sind in Grammstufen bis 241 g gestaffelt.

Ist der Preis an das Gewicht gebunden? Ja. Der Preis je 1.000 Sendungen steigt mit der Gewichtsstufe und richtet sich zusätzlich nach Zustellvariante und Gebietstyp.

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